Zeitungsartikel

20.02.2013

Generalversammlung Selbsthilfe Mantel – Unterstützung bei Sterbefällen

Am Sonntag, 17. Februar fand im VfB-Sportheim die Generalversammlung der Selbsthilfe Mantel statt. Vorsitzender Stephan Oetzinger gab die neuesten Zahlen bekannt. Das einmalige Sozialwerk zählt 1.388 Mitglieder, das durchschnittliche Eintrittsalter beträgt 26 Jahre und 6 Monate. Das durchschnittliche Alter der Mitglieder beträgt 54 Jahre und 11 Monate. In den Jahren von 1926 bis 31.12.2012 wurden 1.011 Sterbefälle bearbeitet und insgesamt an die Hinterbliebenen 566.631 Euro ausbezahlt. Derzeit beträgt das Sterbegeld 1.280 Euro und der Beitrag je Sterbefall einen Euro. Wegen allgemein gestiegener Kosten beschloss die Versammlung einstimmig das Sterbegeld auf 1.450 Euro festzusetzen und das bedeutet eine Beitragserhöhung auf 1,20 Euro je Todesfall. Im Jahr 2012 sind 21 Mitglieder verstorben. Turnusmäßig wurde ein Teil der Vorstandschaft neu gewählt. Neuer zweiter Vorsitzender ist Thomas Magerl, der bisherige langjährige Stellvertreter Herbert Steiner stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Schriftführerin blieb Monika Puff und Beisitzer blieben Franz Sperl und Wolfgang Reil. Lob für ihre korrekte Kassenführung bekam Ulrike Schiller. Martina Fuhrmann vom Bestattungsunternehmen Bauer in Weiden, die von ihrem Bruder Wolfgang Dobler begleitet wurde, hielt ein Referat über die Vorsorge für den Todesfall. „Vorsorge – eine Sorge weniger“, war das Thema. „Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte, denn jeder Mensch lebt sein Leben auf seine Weise“, so Fuhrmann. Sie erklärte Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung und noch andere Möglichkeiten. Vorsorge für den eigenen Tod bedeutet, „selbst bestimmen und Verantwortung unternehmen und damit die Angehörigen entlasten“. Feuerbestattungen nehmen zu. Martina Fuhrmann hatte ihren Vortrag kurz und bündig zusammengefasst, aber die Vielzahl interessierter Fragen und eine fast 45 minütige Diskussion zeigte, dass dieses Thema die Menschen beschäftigt und berührt. Das Bestattungsrecht ist je nach Bundesland unterschiedlich, aber einen Bestattungszwang gibt es in Deutschland. Friedhöfe sind nach wie vor Begegnungsstätten und stellen bei der Trauerarbeit auch einen psychologischen Faktor dar. Viele Fragen gab es zu den Krematorien und der sicheren Bestimmung des Todes. Zeichen des Todes sind die Leichenstarre, Totenflecken und nicht mit dem Leben vereinbare Verletzungen. Bis zu einer Feuerbestattung müssen mindestens 48 Stunden vergangen sein. Krematorien sind High-Tech-Anlagen und computergesteuert. Das neue Krematorium in Hohenburg arbeitet im Schichtbetrieb. Wie Martina Fuhrmann und Wolfgang Dobler bedauerten ist Bestatter kein Meisterberuf. Sie beide hätten aber die Prüfung zum Bestattungsmeister abgelegt. Zweite Bürgermeisterin Rita Steiner hatte in der Chronik der Selbsthilfe geblättert und erklärte dass die „Gründerväter des in Deutschland einmaligen Sozialwerks heute „aus dem Häus`l“ wären wenn sie sehen könnten, wie viele Mitglieder die Selbsthilfe nun hat. Alleine von 1970 bis heute konnte die Mitgliederzahl von 900 auf fast 1.400 gesteigert werden. Hilde Schätzler, die viele Jahre die Beiträge einkassiert hat, hat ihr Amt an Ingrid Zwerenz übergeben. Ständig steigende Mitgliederzahlen sind die Erfolgsgarantie des Sozialwerkes.
Redakteur: Eva Seifried


15.03.2104

Generalversammlung Selbsthilfe Mantel

Zur 88. Generalversammlung der Selbsthilfe Mantel begrüßte am 9. März Vorsitzender Stephan Oetzinger die Mitglieder im Gasthaus „Hallermichl“. Im vergangenen Jahr waren 18 Mitglieder verstorben. Dem standen 33 Neuaufnahmen gegenüber. Die Selbsthilfe bestand zum 31.12.2103 aus 1.403 Mitgliedern, davon leben 266 nicht mehr in Mantel. Durchschnittlich treten die Mitglieder dem Verein im Alter von knapp 27 Jahren bei. Bis zum Jahresende wurden seit Vereinsbestehen 1029 Sterbefälle betreut und insgesamt 592.391 Euro an Sterbegeld ausbezahlt. Der Dank des Vorsitzenden galt der Hauptkassiererin Ulrike Schiller und Unterkassiererin Ingrid Zwerenz die beide zuverlässig die Abwicklung des Sterbegeldes und des Beitrags übernehmen. Damit die Selbsthilfe als Umlagesystem funktionieren kann, braucht es immer neue Mitglieder, „da sind wir alle gefordert“. Werbung in Familie und Freundeskreis ist wichtig, Eintritt ist ja nur bis zum 35. Lebensjahr, mit Karenzzeit bis zum 40. Lebensjahr möglich. Schriftführerin Monika Puff berichtete von der Erhöhung des Sterbegeldes auf 1.450 Euro im Vorjahr und der damit verbundenen Beitragserhöhung auf 1,20 Euro. Die Kasse von Ulrike Schiller ist immer fast ausgeglichen da ja die Beiträge immer erst bei Sterbefällen kassiert werden und wieder ausbezahlt. Jedes Jahr wird ein Teil der Vorstandschaft turnusmäßig neu gewählt. Bestätigt wurde als Vorsitzender Stephan Oetzinger. Kassiererin Ulrike Schiller blieb ebenso im Amt wie die beiden Beisitzer Evi Jankowski und Gerhard Seiser. Zweite Bürgermeisterin Rita Steiner war stolz, dass der erste Bürgermeister den mitgliederstärksten Verein in Mantel führt, dem eine äußerst kompetente Vorstandschaft zur Seite steht. „So ein einmaliges Sozialwerk gibt es in keiner anderen Ortschaft“ lobte Steiner.
Als Referentin war Sabine Kroy-Leci vom Ambulanten Pflegedienst Sonnenschein verpflichtet worden. Sie informierte die Selbsthilfe-Mitglieder über die Möglichkeiten der Grundpflege und Behandlungspflege, der Verhinderungspflege und Pflegeschulungen und Beratungen. Eine Alternative zum Heimaufenthalt sei die 24 Stunden Betreuung. Es gibt auch die Möglichkeit der Tagespflege, dies ist eine Zusatzleistung zum Pflegegeld der Pflegekassen bei den Pflegestufen I, II oder III. Man muss auch zwischen Krankenkasse und Pflegekasse unterscheiden. Kroy-Leci erklärte die Pflegestufen von 0 bis III und die Ansprüche der Patienten auf Pflegegeldleistung oder Pflegesachleistung. Es gibt auch Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen, die zur Entlastung der Angehörigen dienen. Üblich sei derzeit eine Kombipflege die von den Angehörigen und einem Pflegedienst zusammen geleistet wird. Seit Januar bezahlen die Krankenkassen auch eine Pflegeberatung für pflegende Angehörige. Die Beratung wird im Umfeld des Patienten mit speziell ausgebildetem Personal durchgeführt. Die Fachfrau hatte die wichtigsten Neuerungen in einem Leitfaden zusammengefasst den die Zuhörer mitnehmen konnten. Mit Blumen dankte Oetzinger der Referentin.
Redakteur: Eva Seifried


26.02.2015

89. Generalversammlung der Selbsthilfe Mantel

Zur 89. Versammlung der Selbsthilfe Mantel, Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen waren einige Mitglieder mehr als sonst üblich nach Rupprechtsreuth ins Gasthaus „Melchner“ gekommen. Das schöne Frühlingswetter verlockte viele zu einer kleinen Wanderung in den Ortsteil von Mantel. Wie Vorsitzender Stephan Oetzinger ausführte, zählt das einmalige Sozialwerk zum 31.12.2014 stolze 1.394 Mitglieder, davon wohnen 274 nicht mehr in Mantel. Die Mitglieder weisen ein Durchschnittsalter von 56 Jahren und sechs Monaten auf und treten durchschnittlich in einem Alter von 26 Jahren und neun Monaten dem Verein bei, dies sei ein positiver Alterstrend in Richtung Jugend, so Oetzinger. 19 verstorbenen Mitgliedern standen 12 Neuaufnahmen gegenüber. Bis zum 31.12.2014 hat die Selbsthilfe Mantel insgesamt 1048 Sterbefälle betreut und ein Sterbegeld von 619.941,00 Euro ausbezahlt. Die aktuelle Höhe des Sterbegeldes beträgt nach der Anpassung zum 1. März 2013 pro Sterbefall 1.450 Euro. Die Mitglieder zahlen dafür im Umlageverfahren 1,20 Euro je Todesfall. Besonderer Dank galt Hauptkassiererin Ulrike Schiller und Unterkassiererin Ingrid Zwerenz. Beide Damen wickeln zuverlässig die Auszahlung des Sterbegeldes ab und übernehmen die Erhebung des Beitrages. Oetzinger appellierte an die Mitglieder weiter im Familien- und Freundeskreis zu werben damit immer wieder neue Mitglieder hinzukommen und das Umlagesystem weiter so gut funktionieren kann. Auch die Einwohner der Ortsteile von Rupprechtsreuth und Steinfels die bei der Gründung damals noch nicht zu Mantel gehörten, können aufgenommen werden. Turnusmäßig wurde ein Teil der Vorstandschaft wiedergewählt. Ein weiteres Mal im Amt bestätigt wurden der zweite Vorsitzende Thomas Magerl, Schriftführerin Monika Puff und die Beisitzer Wolfgang Reil und Franz Sperl. Zweite Bürgermeisterin Rita Steiner bestätigte in ihrem Grußwort dass der neben der TSG Mantel-Weiherhammer mitgliederstärkste Verein im Ort eine besondere soziale Bedeutung hat. Viele Menschen können sich wegen der hohen Beiträge keine Lebensversicherungen mehr leisten. Da ist das absolut zeitnah ausbezahlte Sterbegeld von 1.450 Euro eine große Hilfe. „Wir können in Mantel stolz sein, dass wir eine so tolle soziale Einrichtung haben“, so die stellvertretende Rathauschefin. Sie dankte der Vorstandschaft für ihr Engagement. Schriftführerin Monika Puff gab einen Rückblick über die vergangene Generalversammlung und Kassenführerin Ulrike Schiller kann ja keinen großen Kassenstand aufbauen weil ja die Beiträge immer aktuell bei den Sterbefällen einkassiert und auch wieder ausbezahlt werden. Stephan Oetzinger lud bereits zur 90. Generalversammlung, also einem Jubiläum ein das am ersten Sonntag in der Fastenzeit 2016 in der Mehrzweckhalle stattfindet.
Redakteur: Eva Seifried


21.02.2016

Selbsthife Mantel feiert 90 Jahre Bestehen

In einem etwas feierlicheren Rahmen wurde am Sonntag, 14.02. in der Mehrzweckhalle die 90. Generalversammlung der Selbsthilfe Mantel Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen, wie das einmalige Sozialwerk nun heißt abgehalten. Wie Vorsitzender Stephan Oetzinger ausführte, ist es der größte Verein in Mantel mit 1.378 Mitgliedern zum 31.12.2015. Diese weisen ein Durchschnittsalter von 55 Jahren und 10 Monaten auf. Die Mitglieder treten der Selbsthilfe Alter von knapp 27 Jahren im Durchschnitt bei. Seit Gründung 1926 wurden bis Ende 2015 1075 Sterbefälle betreut und bis dahin ein Sterbegeld von 659.090,96 Euro ausbezahlt. Die Höhe des aktuellen Sterbegeldes beträgt 1.450 Euro, der Beitrag für ein Mitglied pro Sterbefall 1,20 Euro. Der Dank des Vorsitzenden galt Hauptkassiererin Ulrike Schiller sowie den beiden Unterkassiererinnen Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz, die zuverlässig die Abwicklung des Sterbegeldes und die Beitragserhebung übernehmen. Damit die Selbsthilfe funktionieren kann, braucht das Umlage System immer wieder neue Mitglieder. Oetzinger bat die Mitglieder im Familien- Freundes- und Bekanntekreis Mitglieder zu werben. Im letzten Jahr starben 27 Mitglieder, denen standen 12 Neuaufnahmen gegenüber. Das Jubiläum gestaltete das Duo Rauh-Reif musikalisch mit Hackbrett, Gitarre und Gesang.   Zum Jubiläum lagen auf einem Tisch alle Protokoll- und Kassenbücher der Organisation die seit Gründung alle lückenlos erhalten sind, zur Einsicht auf. Faszinierend war die gestochen schöne alte Schrift mit der die Eintragungen vorgenommen wurden.  Zum Jubiläum hielt Günter Sparrer, der viele Jahre selbst leidenschaftlicher Vorsitzender der Selbsthilfe war, einen Vortrag mit Rückblick auf die Vereinsgeschichte.  Sparrer zeigte auf Leinwand das Gründungsprotokoll und das erste Kassenbuch. Albert Mittermaier, der von 1954 bis 1974 Vorstand war, brachte neuen Aufschwung durch starke Mitgliederwerbung. Von ihm stammt der Leitspruch „Aus der Not geboren“. Keine Probleme bereitete damals unter der Führung von Sparrer die Umstellung auf den Euro. Bei Kassenführerin Ulrike Schiller hielten sich Einnahmen und Ausgaben eben durch das Umlageverfahren fast die Waage. Turnusmäßig und das auch schon seit Gründung 1926 wird bei jeder Generalversammlung ein Teil der Vorstandschaft neu gewählt. Am Sonntag wurde Vorsitzender Stephan Oetzinger, Kassenführerin Ulrike Schiller und die Beisitzer Evi Jankowski und Gerhard Seiser im Amt bestätigt. Zweite Bürgermeisterin Rita Steiner gratulierte zum Jubiläum. „90 Jahre ist eine stolze Zahl“ Es ist eine großartige Leistung all derer die zum Erfolg dieser segensreichen Einrichtung beigeragen haben, so Steiner. Ein Todesfall bringt neben der Trauer oft auch finanzielle Sorgen mit sich und so ist es für die Hinterbliebenen eine große Hilfe wenn sie sehr schnell den Scheck mit der Sterbegeldauszahlung in Händen halten, bestätigte  Stephan Oetzinger. Dank galt auch Schriftführerin Monika Puff welche die Mitgliederlisten führt. Infos im Internet gibt es unter www.selbsthilfe-mantel.de.
Redakteur: Eva Seifried


10.03.2017

91. Generalversammlung der Selbsthilfe Mantel

Vorsitzender Stephan Oetzinger gab einen Überblick über die Selbsthilfe Mantel, Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen e.V. bei der 91. Generalversammlung am Sonntag, 05.03. im „Gasthaus“ zur Post. Die Selbsthilfe Mantel zählt aktuell 1.376 Mitglieder, davon 278 auswärtige. Die Mitglieder haben ein Durchschnittsalter von 55 Jahren und treten durchschnittlich im Alter von 26 Jahren dem Verein bei. Seit der Gründung wurden 1092 Sterbefälle betreut und 683.740 Euro Sterbegeld ausbezahlt. Der Eintritt in das einmalige Sozialwerk ist bis zum 35. Lebensjahr möglich, mit einer Kulanzzeit bis zum 40. Lebensjahr. Im Todesfall erhalten die Hinterbliebenen 1.450 Euro und im Umlageverfahren wird je Sterbefall 1,20 Euro von den Mitgliedern einkassiert. Hier galt der Dank des Vorsitzenden den Unterkassiererinnen Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Zuverlässigkeit beim Einsammeln der Beiträge, sowie Hauptkassiererin Ulrike Schiller, für die Verwaltung und Auszahlung der Gelder und Abbuchungen bei den auswärtigen Mitgliedern. Diese verlas die Einnahmen und Ausgaben, es gibt ja keinen großen Kassenstand wegen dem Umlageverfahren. Den 17 Sterbefällen im vergangenen Jahr standen 15 Neuaufnahmen gegenüber. Schriftführerin Monika Puff lies noch einmal die 90. Jubiläums-Generalversammlung Revue passieren. Turnusmäßig schieden zweiter Vorsitzender Thomas Magerl, Schriftführerin Monika Puff und die Beisitzer Franz Sperl und Wolfgang Reil aus der Vorstandschaft aus, wurden aber bei den Neuwahlen wiedergewählt. Vorsitzender Oetzinger appellierte an die Mitglieder in der Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis Werbung für die Selbsthilfe zu machen denn nur wenn der Mitgliederstand gehalten wird funktioniert das Umlageverfahren wie bisher. Optimal wäre auch eine Steigerung der Mitgliederzahl. Stellvertretende Bürgermeisterin Rita Steiner erklärte, dass die Selbsthilfe zwar 91 Jahre alt sei – aber immer noch jung geblieben und nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. Hilfe und Unterstützung gerade in einer Notsituation wie einem Todesfall ist heute noch genauso wichtig wie zur Gründungszeit. Viele Mitglieder sichern die Zukunft des Sozialwerkes auf dem Weg zum 100-jährigen Jubiläum, so Steiner. „Es ist auch eine große Leistung aller, die in der Vergangenheit zum Erhalt dieser Einrichtung beigetragen haben“. „Das zeigt uns, dass ohne Ehrenamt und Engagement gar nichts mehr geht. Die Selbsthilfe ist ein wahrer Glücksfall für Mantel und seine Bürger. Kerstin Köhler und Silke Husslik von der AOK Weiden informierten die Versammlungsteilnehmer noch über das neue Pflegestärkungsgesetz,und was die Änderungen für die Patienten bedeuten. Der Begriff der Pflegebedürftigkeit wird völlig neu definiert. Maßgeblich für das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit sind Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder Fähigkeitsstörungen in den nachfolgenden sechs Bereichen (Module): Mobilität (z.B. Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs, Treppensteigen etc.),kognitive und kommunikative Fähigkeiten(z.B. z.B. örtliche und zeitliche Orientierung etc.), Verhaltensweisen und psychischen Problemlagen, (z.B. nächtliche Unruhe, selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten), Selbstversorgung(z.B. Körperpflege, Ernährung etc. -> hierunter wurde bisher die „Grundpflege“ verstanden), Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen, z.B. Medikation, Wundversorgung, Arztbesuche, Therapieeinhaltung)Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontaktez.B. Gestaltung des Tagesablaufs). Dabei spielen die bisheren Zeitorientierungswerte keine Rolle mehr. Vielmehr geht es in der Regel um die Frage, ob die erforderliche Fähigkeit noch vorhanden ist und ob damit verbundene Tätigkeiten selbständig, teilweise selbständig oder nur unselbständig ausgeübt werden können.Bei der Festlegung des Pflegegrades fließen die zuvor genannten Module in unterschiedlicher Wertigkeit bzw. Prozent. Der Pflegegrad wird mit Hilfe eines pflegefachlich begründeten Begutachtungsinstruments ermittelt. Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 12,5 bis unter 27 Gesamtpunkte). Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 27 bis unter 47,5 Gesamtpunkte).Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 47,5 bis unter 70 Gesamtpunkte). Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 70 bis unter 90 Gesamtpunkte). Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (ab 90 bis 100 Gesamtpunkte). Wie die Fachkräfte der AOK ausführten gibt es bei den gesetzlich Krankenversicherten 2,7 Millionen Pflegebedürftige, zwei Drittel davon werden zu Hause gepflegt und ein Drittel im Pflegeheim. Es gibt auch einen Bestandsschutz, niemand darf mit dem neue Gesetz schlechter gestellt werden als vorher.
Redakteur: Eva Seifried


20. + 22.02.2018

Bestattungsformen auf dem Manteler Friedhof

Am Sonntag, 18.02. fand die 92. Generalversammlung der Selbsthilfe Mantel, – Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen – im Gasthaus „Hauptmann“ statt. Passend zum Zweck des Vereines, finanzielle Unterstützung bei Sterbefällen zu leisten, gibt es bei jeder Generalversammlung auch Vorträge die sich mit dem Thema Tod und Sterben befassen. Da sich der Manteler Friedhof stark weiterentwickelt hat und noch weiter verändern wird, gab Vorsitzender Dr. Stephan Oetzinger einen Überblick über die Bestattungsformen auf dem Manteler Friedhof und die damit verbundenen Gebühren. Sein Dank galt Gabi Paulus und Ulrike Schiller für die Vorbereitung der Präsentation. Die normale Nutzungsdauer für die verschiedenen Gräber beträgt 15 Jahre, Verlängerungen gibt es für fünf, zehn und 15 Jahre. Ein Einzelgrab kostet 584 Euro, die Verlängerung für fünf Jahre 195 Euro. Doppelgrab schlägt mit 948 Euro zu buche und die kürzeste Verlängerung mit 316 Euro. Auch in Mantel steigt der Trend zur Urnenbestattung. Ein Urnengrab kostet 429 Euro, die Verlängerung für fünf Jahre 143 Euro. In den neuen Urnenstelen haben drei Urnen Platz die Stele kostet 1.366 Euro für 15 Jahre und 455 Euro die Verlängerung auf fünf Jahre. Am günstigsten kommt die Beisetzung in Urnenrohren für 305 Euro mit 102 Euro für kürzeste Verlängerung. Eine Nische in der Urnenwand schlägt mit 1.766 Euro zu Buche mit 589 Euro für die Verlängerung. Im Todesfall werden für die Nutzung der Aussegnungshalle 300 Euro berechnet, die Gebühr für das Ausgeben eines Grabes beträgt 172 Euro und geht an den Bestatter.
Oetzinger führte auch die Maße der Gräber auf. Ein Einzelgrab hat die Maße von zwei Metern auf 90 Zentimetern, ein Doppelgrab 2 Meter auf 1,80 Meter. Im neuen Friedhofsteil sind die Gräber etwas größer. Ein Urnengrab misst 90 mal 60 Zentimeter. Beigesetzt dürfen nun nur noch leicht verrottbare Urnen werden. Auf dem Friedhofsparkplatz wurden bereits zwei Behindertenparkplätze geschaffen. Geplant ist noch eine barrierefreie Toilette, die Sanierung der Friedhofsmauer und der Friedhofswege sowie die Außenbeleuchtung des Weges zum Leichenhaus.
Den 22 Sterbefällen des Jahres 2017 stehen 17 Neuaufnahmen gegenüber und im vergangenen Jahr wurden 31.900 Euro an Sterbegeld ausbezahlt. Der Verein zählt auf 1.366 Mitglieder, davon 281 die nicht in Mantel wohnen. Seit Bestehen wurden 1.116. Sterbefälle betreut und 715.640 Euro Sterbegeld ausbezahlt. Das aktuelle Sterbegeld beträgt 1.450 Euro und im Umlageverfahren wird dann von jedem Mitglied 1,20 Euro einkassiert.
Großes Lob gab es für die Arbeit von Hauptkassiererin Ulrike Schiller und die Unterkassiererinnen Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz.
Schriftführerin Monika Puff kümmert sich um die Führung der Mitgliederlisten. Durch das Umlageverfahren konnte Ulrike Schiller nur von einem geringen Kassenstand berichten. Die Versammlung beschloss das Sterbegeld auf 1.525 Euro zu erhöhen, der Mitgliedsbeitrag von 1,20 Euro je Todesfall bleibt gleich. Turnusmäßig wurde ein Teil der Vorstandschaft neu gewählt. Im Amt wurde Vorsitzender Dr. Stephan Oetzinger bestätigt, Kassenführerin Ulrike Schiller und die Beisitzer Gerhard Seiser und Evi Jankowski. Stellvertretende Bürgermeisterin Rita Steiner wies darauf hin, dass die Selbsthilfe Mantel einen wichtigen Teil im Manteler Gemeindewesen darstellt. Der Name „Selbsthilfe“ sagt alles aus. Im Trauerfall erfahren die Hinterbliebenen: „Du bist nicht alleine, dir wird geholfen“. Rita Steiner griff auch den Apell des Vorsitzenden zur Mitgliederwerbung auf, ohne die das einmalige Sozialwerk dass es außer in Mantel so nicht mehr gibt, nicht funktionieren würde. Eintreten können Manteler Einwohner oder deren Ehepartner bis zu einem Alter von 35 Jahren, mit einer Karenzzeit könnten Mitglieder bis zum 40. Geburtstag aufgenommen werden. Wie der jetzige Kassenprüfer und langjährige Vorsitzende der Selbsthilfe, Günter Sparrer ausführte, wären die Gründerväter des Vereins stolz auf ihre Nachfolger und die immer weiter mögliche Erhöhung des Sterbegeldes. Da Mantel fast 3.000 Einwohner hat und nur ein Drittel Mitglied im Verein ist, wäre natürlich noch Potential da, meinte er, allerdings ist natürlich die Altersgrenze zu beachten.
Redakteur: Eva Seifried


16. + 17.03.2019

Selbsthilfe Mantel hat das 100-jährige Bestehen schon im Auge

Am Sonntag, 10. März trafen sich die Mitglieder der Selbsthilfe Mantel, einer Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen, zur 93. Generalversammlung im VfB-Sportheim. Wie Vorsitzender Dr. Stephan Oetzinger ausführte hatte der Verein am 13.12.2018 1.359 Mitglieder und bereits das 100-jährige Jubiläum in greifbarer Nähe. Den 27 Sterbefällen standen 21 Neuaufnahmen gegenüber. Da es sich um ein reines Umlageverfahren hat, das nur funktioniert, wenn der Mitgliederstand gehalten wird oder noch besser – steigt, ist Mitgliederwerbung wichtiger denn je. Dr. Oetzinger plädierte, dies nicht nur der Vorstandschaft zu überlassen, sondern jedes Mitglied soll bitte im Familien- und Freundeskreis für die Selbsthilfe Werbung machen. Seit der Gründung wurden 1.147 Sterbefälle betreut und 765.000 Euro Sterbegeld ausbezahlt. Bei einem Sterbefall wird von jedem Mitglied 1.20 Euro einkassiert und an die Hinterbliebenen 1.525 Euro ausbezahlt. Dies ist vor allem ein Verdienst von Hauptkassiererin Ulrike Schiller und den beiden Unterkassiererinnen Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz. Auch die Rupprechtsreuther und Steinfelser Einwohner können der Selbsthilfe beitreten. Mitglied kann jeder Manteler bis zum 35. Lebensjahr werden, mit einer Karenzzeit auch bis zum 40. Lebensjahr. Kassiererin Ulrike Schiller gab einen Rechenschaftsbericht ab. Die Selbsthilfe hat keinen großen Kassenstand, weil ja die einkassierten Beiträge wieder ausbezahlt werden. Turnusmäßig wird in jedem Jahr ein Teil der Vorstandschaft neu gewählt. Am Sonntag wurde der zweite Vorsitzende, Thomas Magerl wiedergewählt, Schriftführerin Monika Puff und die Beisitzer Wolfgang Reil und Franz Sperl. Seit Jahren ist es Tradition, so der Vorsitzende, dass es bei der Generalversammlung einen Vortrag zum Thema Sterben, Vorsorge oder Alter gibt. In diesem Jahr informierte Peter Hofmann, Regionssekretär des DGB Bayern über das Thema Rente und die verschiedenen Variationen. „Das Thema Rente, Pflege und Schwerbehinderung liegt mir sehr am Herzen“, so der ehrenamtlich tätige Rentenexperte. „Ein Versicherungsverlauf ist wie ein Fingerabdruck, da gleicht keiner dem anderen“, so Hofmann. Leider hat wer bis 31.12.2018 in Rente ging, vom neuen Rentengesetz keine Vorteile mehr, bedauerte der Referent. Hofmann riet, dass jeder seinen Rentenverlauf genau kontrolliert und zwar lange bevor er in Rente geht. Denn 90 Prozent der Rentenverläufe sind nicht vollständig und die Ämter haben nur 10 Jahre Aufbewahrungspflicht für Unterlagen und dann kann der Versicherte eine Beschäftigung oft nicht mehr nachweisen. Die meisten Nachträge gibt es bei den Ausbildungszeiten und den Kindererziehungszeiten. Jeder Versicherte ist selbst für seinen Rentenverlauf verantwortlich und muss seine Nachweise erbringen. Fehlende Nachweise kann man bei der Agentur für Arbeit, Jobcenter, Krankenkassen, IHK und Handwerkskammer oder früheren Arbeitgebern bekommen. Viele Fehler seien beim Einscannen in die E-Akte entstanden, informierte Hofmann. Ein Rentenpunkt ist 32,03 Euro wert. Es gab ausführliche Informationen über Mütter- und Väterrente, Flexirente, Rente mit 63, Rente wegen Schwerbehinderung, Erwerbsminderungsrente und Hofmann zeigte die Altersgrenzen für den Renteneintritt auf. Ein wichtiger Rat war auch, wenn jemand einige Monate krank ist, dass er sich dann sofort um eine Erwerbsminderungsrente kümmert, weil es da lange Bearbeitungs- bzw. Wartezeiten gibt damit er nicht in die Situation kommt, dass das Krankengeld zu Ende ist und die Rente noch nicht bewilligt. Bürgermeister Richard Kammer erklärte, dass das Leben viel Geld kostet und das Sterben auch sehr teuer ist. Für unseren Markt ist die Selbsthlfe Mantel seit 93 Jahren eine segensreiche Einrichtung. Er bedankte sich bei der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit und vor allem bei den Unterkassiererinnen die bei Wind, Schnee und Regen unterwegs sind um Beiträge einzukassieren. „Mit dem Vortrag über die Rente habt ihr wieder den richtigen Nerv getroffen“, so Kammerer. Er appellierte auch an alle, Werbung für die Selbsthilfe zu machen, er selbst wird im Rathaus auch neue Mitbürger ansprechen.
Redakteur: Eva Seifried


04.03.2020

Richard Kammerer ist neuer Selbsthilfechef

Viele andere Kommunen beneiden Mantel darum. „Die Selbsthilfe ist ein einmaliges Sozialwerk, das es nur bei uns hier gibt“, lobt zweite Bürgermeisterin Rita Steiner den Verein. Nach zehn Jahren gibt es nun einen Wechsel an der Spitze. Einstimmig wählten die Mitglieder in der 94. Generalversammlung des Unterstützungsvereins bei Sterbefällen im Gasthaus Hallermichl Bürgermeister Richard Kammerer zum Nachfolger von Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger, der nach zehn Jahren nicht mehr kandidiert. Oetzinger zog eine Bilanz seiner Amtszeit. „Mein ganz besonderer Dank geht an Hauptkassier Ulrike Schiller und die beiden Unterkassiere Christine Dirrigl und Ingrid Zwerenz, ohne die die Abwicklung von Sterbefällen nicht so reibungslos in den vergangenen 10 Jahren funktioniert hätte“, lobte Oetzinger die drei Damen. Zudem sei es in den vergangenen Jahren gelungen, das Sterbegeld zwei Mal anzuheben, auf zwischenzeitlich 1525 Euro pro Sterbefall und einem Beitrag von gerade einmal 1,20 Euro. Oetzinger betonte, dass in seiner Amtszeit über 250.000 Euro an Sterbegeld ausbezahlt worden seien. Seit der Gründung im Jahre 1926 habe man über 1 150 Sterbefälle betreut.„Besonders 2019 war mit 34 Sterbefällen eines der arbeitsintensivsten in der Geschichte der Selbsthilfe. Allein da konnten wir die stolze Summe von 51 850,00 Euro Sterbegeld an Hinterbliebene ausbezahlen“, betonte der scheidende Vorsitzende. Schiller konnte eine einwandfreie Kassenführung vorweisen. Neben dem neu gewählten Vorsitzenden Richard Kammerer wurden Ulrike Schiller als Kassier sowie Evi Jankowski und Gerhard Seiser als Beisitzer in ihren Ämtern bestätigt. Renate Buchfelder vom Malteserhilfsdienst erläuterte die Arbeit im Bereich der ambulanten und stationären Hospizarbeit. „Besonders das neue Hospiz im ehemaligen Krankenhaus Neustadt schließt eine Versorgungslücke in unserer Region“, so die Referentin. Der ambulante Hospizdienst der Malteser im Raum Weiden-Neustadt habe sich seit Ende der 1990er auf Initiative der Familie Stock entwickelt. „Aktuell haben wir vier hauptamtliche Koordinatorinnen und 70 Ehrenamtliche, die im Jahr 120 bis 140 Begleitungen von schwerstkranken Menschen übernehmen“, erklärte Buchfelder. Ergänzend berichtete Martina Gropengießer über ambulante oder stationäre Begleitung und Betreuung von Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt. „Unser Ziel ist es, soviel Lebensqualität wie möglich zu erhalten, Hilfe zu geben, damit die Betroffenen so lange wie möglich ein Leben in Würde führen können“, erklärte die Hospizhelferin. Der ambulante Hospizdienst bietet zusätzlich eine Reihe von Trauerangeboten an, um auch Angehörigen in der Zeit nach dem Versterben eine Hilfe zu sein. Der neue Vereinschef, Bürgermeister Kammerer, hob die Bedeutung der Mitgliederwerbung des Vereins hervor. „Seit beinahe 100 Jahren besteht die Selbsthilfe. Nun tun wir das Unsrige dazu, dass sie auch für die nächsten Generationen erhalten bleibt“, warb Kammerer um Unterstützung bei der Mitgliedergewinnung. Zudem verabschiedete der neue Vorsitzende die bisherige Unterkassierin Ingrid Zwerenz, die 2019 aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt aufgegeben hatte.
Redakteur: Hans Kneißl


02.04.2020

Artikel aus dem Mantler Marktblatt 4/2020

In Krisenzeiten wie momentan in der Corona-Krise sind Sozialwerke wie die Selbsthilfe Mantel e.V. Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen wichtiger denn je.
Die Selbsthilfe Mantel ist nun stolz auf die neue Homepage www.selbsthilfe-mantel.de. Diese bietet wichtige Informationen zu allem was mit dem Verein und der Organisation zusammenhängt.
Seit der Gründung des Vereines im Jahre 1926 ist die Selbsthilfe Mantel e.V. ein wichtiges Sozialwerk bei Sterbefällen. Derzeit wird die Selbsthilfe Mantel von Richard Kammerer geführt mit Stellvertreter Thomas Magerl. Ein wichtiges Amt übt die die Kassiererin Ulrike Schiller mit Unterkassiererin Christine Dirrigl aus. Schriftführerin ist Monika Puff. Als Beisitzer unterstützen Evi Jankowski, Wolfgang Reil, Gerhard Seiser und Franz Sperl die Vorstandschaft. Die Kasse prüfen Manfred Barth und Günther Sparrer.
Die Unterstützungseinrichtung hat sich seit der Gründung dem Ziel verschrieben, im Sterbefall unbürokratische und schnelle Hilfe aus den Mitteln aller Mitglieder für die Hinterbliebenen zu leisten. Das aktuelle Sterbegeld, welches nach der Satzung sofort fällig ist, beträgt seit 19.02.2018 1.525 Euro. Bei den Mitgliedern wird nur bei einem Todesfall in bar oder per Bankeinzug seit 1.03.2013 ein Beitrag von 1,20 Euro je Sterbefall kassiert. Am 31.12.2019 zählte das Sozialwerk 1.330 Mitglieder. 2019 gab es 34 Sterbefälle zu betreuen, seit 1926 waren dies 1.182. Das durchschnittliche Alter der Mitglieder ist 58 Jahre, das durchschnittliche Eintrittsalter 27 Jahre. Seit 1926 wurden 808.216,69 Euro ausbezahlt. Damit das Sozialwerk weiterhin so gut funktioniert sind ständig neue Mitglieder sehr wichtig. Bis zum 35. Lebensjahr kann jeder Mantler und dessen Partner Mitglied werden mit einer Karenzzeit sogar bis zum 40. Lebensjahr. Die Manteler sollten in der Familie und bei Freunden und Bekannten in Mantel Werbung machen damit die Selbsthilfe weiter so erfolgreich weiter arbeitet kann. Denn nur wenn so viele neue Mitglieder wie versterben dazukommen, kann der Status gehalten werden, optimal wäre eine ständige Steigerung der Mitgliederzahlen.
Wie Bürgermeister und Vorsitzender Richard Kammerer erklärt ist bei Entstehung des Vereins vor 94 Jahren wo große Not herrschte die Bevölkerung zusammengerückt, um zu helfen. Genau wie in dieser schwierigen „Corona Krise“. Auch jetzt zeigen sich Bürger solidarisch und helfen ihren Mitmenschen. Ansprechpartner für Neuaufnahmen sind vor allem Unterkassiererin Christine Dirrigl und Vorsitzender Richard Kammerer.
Da wegen dem Coronavirus Christine Dirrigl nicht wie gewohnt die Sterbebeiträge persönlich bei den Mitgliedern kassieren kann, erhalten in der nächsten Zeit bei Sterbefällen die Mitglieder ein Infoblatt in den Postkasten. Dort steht wieviel Sterbebeitrag für welche Mitglieder fällig ist. Die Mitglieder können binnen zehn Tagen den Beitrag auf das Konto der Selbsthilfe bei der Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz überweisen: IBAN: DE18 7539 0000 0006 5316 01 oder in verschlossenem Umschlag in den Postkasten bei Christine Dirrigl, Drosselweg 2 oder bei Ulrike Schiller Kettelerstr. 10 einwerfen.
Die Selbsthilfe hat ja keinen großen Kassenbestand darum ist es wichtig, dass alle nach Aufforderung ihre Beiträge leisten damit im Todesfall die Angehörigen wie gewohnt das Sterbegeld erhalten. Auf der Homepage der Selbsthilfe gibt es noch einige Informationen für Todesfälle und einige Kontaktadressen.
Das es sich bei der Selbsthilfe um ein einzigartiges Umlageverfahren handelt und ja kein großer Kontostand vorhanden ist, kann hier wenn ein Mitglied mal in finanzielle Schwierigkeiten kommt nichts gepfändet werden wie sonst bei anderem Vermögen. Interessant ist es auch auf der Homepage die Chronik nachzulesen wie sich von 1926 bis heute alles entwickelt hat.
Redakteur: Eva Seifried


09.12.2020

Artikel aus dem Mantler Marktblatt 12/2020

1200 betreute Sterbefälle – in Mantel das ist die stolze Bilanz des 94-jährigen einmaligen Sozialwerks – Unterstützungseinrichtung bei Sterbefällen – Selbsthilfe Mantel.
1200 betreute Sterbefälle in Mantel in 94 Jahren, lautet die stolze Bilanz die Richard Kammerer, Vorsitzender der Selbsthilfe Mantel kurz vor Weihnachten mit seinem Verein aufweisen kann. Dies ist nur durch das einmalige Umlage-System der Selbsthilfe Mantel möglich und durch die große Zahl unserer Mitglieder“, erklärte der Vorsitzende des größten Vereins des Marktes. Seit der Gründung des Vereins wurden genau 846.340 Euro Sterbegeld ausbezahlt. Im laufenden Jahr betreute die Selbsthilfe bis zum 08. Dezember 25 Sterbefälle. Bei jedem Todesfall wird von den Mitgliedern 1,20 € einkassiert und Kassenführerin Ulrike Schiller kümmert sich um die Auszahlung des Sterbegeldes an die Hinterbliebenen. Wegen der vielen Einschränkungen durch Corona, können wir nicht wie gewohnt die Sterbebeitrage an der Haustür einkassieren, sondern verteilen Anschreiben an jedes Mitglied mit der Summe des Beitrags. Dieser Beitrag kann entweder auf das Vereinskonto überwiesen werden oder Bar bei der Kassiererin oder Unterkassiererin einbezahlt werden, so Kammerer. Großer Dank gilt der Kassiererin Ulrike Schiller und Unterkassiererin Christine Dirrigl. Funktionieren kann dies alles aber nur dann, wenn der Verein weiterhin neue Mitglieder gewinnt. Beim Tod eines Mitgliedes zahlt der Verein derzeit 1525 Euro an die Hinterbliebenen aus. Das Geld kommt von keiner Versicherung, sondern ist die Umlage aus dem 1,20 € Beitrag pro Sterbefall. Das Geld wird erst einkassiert, wenn ein Mitglied stirbt. Somit hat der Verein auch kein Kapital und es gibt für die Mitglieder kein Problem sollten sie in die Lage kommen Hartz IV empfangen zu müssen.
Aufnahmeregeln:
Um aufgenommen zu werden, darf man nicht älter als 35 Jahre sein und muss im Markt seinen Erstwohnsitz haben. Ein späterer Eintritt bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres ist als Sonderregelung möglich, wobei hier in einer fünfjährigen Karenzzeit ein vermindertes Sterbegeld ausbezahlt wird. Eine Gesundheitsprüfung gibt es nicht. Sollte jemand wegziehen, bleibt die Mitgliedschaft bestehen. Die Beiträge werden dann im Lastschriftverfahren erhoben.
„Um diese schnelle und unbürokratische Form der Unterstützung beneiden uns viele Gemeinden,“ berichtete Kammerer.
Der Erfolg des Vereins ist vor allem auch der engagierten Arbeit der Vorstandsmitglieder zu verdanken. Vorsitzender Kammerer bittet die Einwohner und Mitglieder, kräftig für das Sozialwerk Werbung zu machen in der Familie oder auch im Verwandten und Freundeskreis, damit die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben werden kann. Neben der finanziellen Soforthilfe ist oft auch der persönliche Kontakt zu den Trauernden bei der Scheckübergabe ein kleiner Trost.
Redakteur: Eva Seifried